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Glasstraße & Glaskultur

Die Glasstraße
250 Kilometer lang ist die Glasstraße. Und ein ganz entscheidender Teil führt durch den Bayerischen Wald. Das Glasschaffen hat im Bayerischen Wald Tradition. Die Kunsthandwerker am glühend heißen Ofen verstanden es schon immer, aus der zähflüssigen Glasmasse filigrane Objekte zu zaubern. In jedem Glasmacher steckt ein Künstler. Bis heute ist der Bayerische Wald das Zentrum der Glasmacherei und der Glaskunst in Deutschland. In vielen Glashütten entlang der Glasstraße kann man den Glasmachern bei ihrer Arbeit zusehen.

Die älteste Glasmanufaktur im Bayerischen Wald ist die Freiherr von Poschinger Glasmanufaktur in Frauenau. Seit 1568 produziert die Familie in mittlerweile 15. Generation mundgeblasene, handgefertigte und handveredelte Gläser. Bei Führungen kann man den Glasmachern bei ihrer schweißtreibenden Arbeit am Glasofen zusehen und sich auch selbst im Glasmachen versuchen. Neben den großen Glashütten gibt es auch viele kleine Ateliers und Glaskünstler entlang der Glasstraße.

Nicht nur die großen Glashütten sind ein Erlebnis, auch der Gläserne Wald in Weißenstein ist einen Besuch wert. Am Fuß der Burgruine befindet sich dieses einmalige Kunstwerk. Nach einer Idee von Charly Rödl und durch die Umsetzung von Glaskünstler Rudolf Schmid stehen hier etwa 30 Glasbäume. Der höchste Baum hat eine Gesamthöhe von ca. 8 m. Der "Gläserne Knoten" im Kurpark in Regen ist ebenfalls ein Besucher-Highlight aus Glas. Er ist ein Friedenszeichen, das unter der Schirmherrschaft der UNICEF einmal die ganze Welt umspannen soll.

Die JOSKA Glasmanufaktur in Bodenmais und das Glasdorf in Arnbruck sind beide einen Tagesausflug wert. Hier kann man nicht nur Glas shoppen, sondern Glas und Glasmacherei hautnah erleben – oder sogar mitmachen. Für Kinder und Erwachsene ist hier gleichermaßen Spaß und Erholung geboten.

Glasmuseum und Gläserne Gärten in Frauenau
Das Glasmuseum Frauenau ist ein etwas anderes Museum, weil es nämlich die ausgestellten Glasobjekte als Teil eines inszenierten Museums präsentiert. Glas in seinen verschiedensten Formen ist künstlerisch und architektonisch Teil dieses Konzeptes. In den "Gläsernen Gärten" rund um das Glasmuseum haben 20 international bekannte Künstler spektakuäre Glas-Großkunstwerke "in die Landschaft" gestellt.

Gläserne Scheune
Eine Scheune zwischen Viechtach und Schönau hat der Künster Rudolf Schmid in ein Kunstwerk verwandelt. Auf überdimensionalen, bemalten Glaswänden werden in dem schon von der Architektur her außergewöhnlichen Gebäude die Geschichten von Mühlhiasl, Räuber Heigl, Rauhnacht und Co. erzählt.